An die Nachwelt

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[undatiert]
Salmen Lewenthal
Eine Mutter saß zusammen mit ihrer Tochter, beide sprachen polnisch. Sie saß kraftlos, sprach so leise, dass sie kaum zu hören war. Mit ihren Armen umfasste sie den Kopf ihrer Tochter und drückte ihn fest an sich. [Sie sagte]: „In einer Stunde werden wir beide sterben. Welche Tragödie. Mein Liebstes, zusammen mit dir erlischt meine letzte Hoffnung.” Sie saß ... in Gedanken versunken, mit weit geöffneten erloschenen Augen ... warf ... um sich herum, so ... Nach einigen Minuten kam sie zu sich und sprach weiter: „Deinetwegen ist mein Schmerz so groß, dass ich alleine an diesem Gedanken sterbe.” Sie ließ die steif gewordenen Hände herunterfallen und der Kopf der Tochter fiel auf ihre Knie. Ein Schauer durchlief den Körper des jungen Mädchens, verzweifelt rief sie: „Mama”, und weiter sagte sie schon nichts mehr, das waren ihre letzten Worte.
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Salmen Lewenthal [undatiert] Eine Mutter saß zusammen mit ihrer Tochter, beide sprachen polnisch. Sie saß kraftlos, sprach so leise, dass sie kaum zu hören war. Mit ihren Armen umfasste sie den Kopf ihrer Tochter und drückte ihn fest an sich. [Sie sagte]: „In einer Stunde werden wir beide sterben. Welche Tragödie. Mein Liebstes, zusammen mit dir erlischt meine letzte Hoffnung.” Sie saß ... in Gedanken versunken, mit weit geöffneten erloschenen Augen ... warf ... um sich herum, so ... Nach einigen Minuten kam sie zu sich und sprach weiter: „Deinetwegen ist mein Schmerz so groß, dass ich alleine an diesem Gedanken sterbe.” Sie ließ die steif gewordenen Hände herunterfallen und der Kopf der Tochter fiel auf ihre Knie. Ein Schauer durchlief den Körper des jungen Mädchens, verzweifelt rief sie: „Mama”, und weiter sagte sie schon nichts mehr, das waren ihre letzten Worte.
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